Die bisherige Art der Projektentwicklung durch Labor- und Kleintechnikumsentwicklung stößt bei manchen Fragestellungen an Grenzen, die durch unzureichend große Versuchsanlagen zur Verfahrensentwicklung gekennzeichnet sind, insbesondere, ob die gefundenen innovativen Technologien auch wirtschaftlich umsetzbar sind. Um die personellen Kompetenzen, die Beschaffungsoptionen für geeignete einzusetzende Abfälle und die Nutzungspotentiale für daraus erzeugbare Sekundärrohstoffe voll nutzen zu können, strebt REWIMET die Einrichtung eines „Sekundärrohstoffzentrums Niedersachsen“ an, welches an der Schnittstelle Forschung/Innovation agieren soll und entsprechend von Partnern aus Industrie, der TU Clausthal, des CUTEC-Instituts und anderen Forschungseinrichtungen gemeinsam betrieben werden soll.

Ziel dieses Zentrums ist die Überbrückung der Lücke zwischen der Entwicklung neuer Verfahren im Labor- und Klein-/ Mitteltechnikums-Maßstab, wie das an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen möglich ist und einer industriellen Umsetzung, die als Basis stabile betriebswirtschaftliche Prognosen benötigt. Dies ist häufig nur durch Kampagnen im Pilotmaßstab (Großtechnikum) unter Ermittlung zusätzlicher Betriebsparameter erzielbar. Darüber hinaus eröffnet eine solche großtechnische Einrichtung auch die Forschung an bislang noch nicht berücksichtigten Materialströmen, bei denen der Durchsatz großer Quantitäten die Voraussetzung für die Erarbeitung neuer Verfahren zur Gewinnung von feinverteilten Rohstoffen ist. Die einzurichtende Großversuchsanlage würde als zentralen Kern einen europaweit einzigartigen Komplex beinhalten, der mechanisch-verfahrenstechnische mit hydro- und pyrometallurgischen Prozessstufen koppelbar macht.

Für das angestrebte „Sekundärrohstoffzentrum Niedersachsen“ wurden bereits erste Abschätzungen getroffen. Geplant sind dabei modular verschaltbare Anlagen, die je nach Notwendigkeit in ihrer Gesamtheit die vollständige Verfahrenskette zur Aufbereitung metallhaltiger Stoffströme oder in Modulen auch spezifische Teilprozesse dessen abbilden können. Es sollen dafür die notwendigen mechanischen, hydro- und pyrometallurgischen Prozessstufen vorgehalten werden. Diese Anlagen sollen Versuche im Pilot-/Großtechnikums-Maßstab ermöglichen und so die Abschätzung zur Umsetzbarkeit unter verfahrenstechnischen und metallurgischen Aspekten eines im Labor- oder Klein-/ Mitteltechnikums-Maßstab entwickelten Verfahrens ermöglichen sowie die Forschung zur Rohstoffrückgewinnung fein verteilter, diffus und heterogen vorliegender Rohstoffe aus Massenströmen ermöglichen.

Dieses Zentrum wird nicht nur mit Investitionen, sondern auch mit Arbeitsplätzen (Initialarbeitsplätze) ausgestattet. Ausgehend von den Ergebnissen, die dort erzielt werden, sind dann aber die Ausbau-Investitionen der bestehenden Unternehmen, die Gründung von Spin-Offs und ggfs. Neuansiedlungen zu erwarten, die die große Zahl an industriellen Arbeitsplätzen schaffen sollen. Das Zentrum soll als unabhängige Einheit gemeinschaftlich von den beteiligten Unternehmenspartnern von REWIMET, der TU Clausthal und anderen Forschungseinrichtungen betrieben werden.

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